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PERSONALIEN Jupp Derwall

aus DER SPIEGEL 46/1980

Jupp Derwall, 53, Fußball-Bundestrainer, der mit seinem 8000-Mark-Monatsgehalt nicht eben zufrieden zu sein scheint ("Die Arbeit wird damit nicht bezahlt und die Verantwortung auch nicht"), nutzte eine Dienstreise nach Hamburg, um sich am Tresen einer Pöseldorfer Schickeria-Kneipe ein Zubrot zu verdienen. Dort drehte Derwall (r.) letzte Woche zusammen mit Schauspieler Günter Pfitzmann, 56, vor dem Besuch des Uefa-Pokalspiels HSV gegen PSV Eindhoven Fernsehspots für die westfälische Isenbeck-Brauerei (Photo). Ganz so flugs, wie sich der DFB-Cheftrainer den Werbejob gedacht hatte, ging's freilich nicht. Zwei Tage brauchten die TV-Werber, um die beiden Biertrinker richtig ins Bild zu bringen. Mal hielt Derwall das Glas nicht richtig, mal stimmte der Tonfall bei den schlichten Werbesprüchen nicht. Um sein Vorbild für die deutsche Fußballjugend macht sich der Fußballehrer keine Sorgen: »Wieso auch, Bier ist doch kein Alkohol.« Und die Gage für die Nebenarbeit ist auch nicht schlecht: rund 15 000 Mark.

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