Zur Ausgabe
Artikel 103 / 113
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Briefe

Kämpferischer Kreuzzug
aus DER SPIEGEL 4/1995

Kämpferischer Kreuzzug

(Nr. 2/1995, Kirche: Der katholische Geheimbund Opus Dei will den Osten missionieren)

Vielleicht wird nun klarer, warum sich Teile der CDU-Spitze im aufgeklärten Berlin (45 Prozent Konfessionslose) zum Kulturkampf hinreißen lassen. So soll nach fast 50 Jahren der Freiwilligkeit beim Religionsunterricht dieser ausgerechnet jetzt zum Pflichtfach gemacht werden. Und die im hiesigen Schulgesetz vorgesehene Alternative in Form der weltlich-humanistischen Lebenskunde wollte man auf ein Minimum reduzieren (zum Glück stoppte das OVG dieses Ansinnen). Die Frage drängt sich auf, wem sich der Landesschulrat letztlich verantwortlich fühlt - der liberalen Schulverfassung oder dem Opus Dei. Das Berliner Beispiel sollte aufhorchen lassen. *UNTERSCHRIFT: Berlin BRUNO OSUCH Humanistischer Verband Deutschlands

Ich habe einige Jahre in einem Opus-Dei-Studentenwohnheim gelebt, bin aber nicht Mitglied. So problematisch einige Aspekte des Opus Dei auch erscheinen mögen, empfinde ich viele Beschuldigungen als unfair. Denn ich kenne auch Ex-Numerarier, die sich ohne Probleme vom Opus Dei getrennt haben und jetzt ein »normales Leben« führen. *UNTERSCHRIFT: Holzminden RALF MAGAGNOLI

Im kämpferischen Kreuzzug des »illuminierten« Rechercheurs gegen »mittelalterliche« Religion und »mittelalterlichen« Geist wird so ausführlich über den angeblichen Geheimbund geschrieben, daß man sich fragt, wie das sein kann, wo er doch so im Geheimen spuken soll. *UNTERSCHRIFT: Berlin THORSTEN SCHACHE ADRIANO und M. WINKLER Junge Union Berlin

Mehr lesen über
Zur Ausgabe
Artikel 103 / 113
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.