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Kampf-Stoff

aus DER SPIEGEL 12/1971

Durch den Einsatz von Tränengas beim Niederwerfen der Arbeiter-Aufstände in Danzig und Stettin verstieß die polnische Führung gegen eine von ihr miteingebrachte Uno-Resolution. Am 16. Dezember 1969 -- ein Jahr vor den Unruhen in Polens Küstenstädten -- hatte die Uno-Vollversammlung mit der Stimmenmehrheit von 80 Staaten -- darunter die Volksrepublik Polen -- eine Entschließung (Nummer 2603) »gegen den Gebrauch von chemischen, bakteriologischen und biologischen Kampfstoffen« verabschiedet. Teil der Resolution, gegen die (bei 36 Enthaltungen) nur die USA, Australien und Portugal stimmten, war eine von Uno-Generalsekretär U Thant in Auftrag gegebene Studie, die ausdrücklich auch die Verwendung von Tränengas verbietet.

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