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Kampf um Schmiergeld

aus DER SPIEGEL 43/1977

Der Bau eines Kohle-Kraftwerks des Energiekonzerns Steag in Bergkamen ist erneut gefährdet. Im März dieses Jahres hatte das Unternehmen mit 1,5 Millionen Mark für die 72 Mitglieder einer »Initiative« von Kraftwerks-Gegnern die Rücknahme der Einsprüche gegen das Projekt erkauft. Weil die Stadt Bergkamen die Freigabe des Geldes, das auf ein Sperrkonto eingezahlt wurde, verweigert hatte, klagten zwei »Initiative«-Mitglieder auf Auszahlung des Schmiergeldes. Vorletzte Woche erklärte das Landgericht Dortmund den »Knebelungsvertrag« für »sittenwidrig« und deshalb nichtig, das Geld wird nicht ausgezahlt. Jetzt drohen die Protestler mit neuen Einsprüchen gegen die für weitere Bauabschnitte nötigen Genehmigungen -- der Kraftwerk-Rohbau könnte so auf Jahre ein Torso bleiben.

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