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Karin Schubert

aus DER SPIEGEL 5/2002

Karin Schubert, 57, neue Justizsenatorin in Berlin, sorgte in Magdeburg, wo sie das Justizministerium fast fluchtartig verließ, nicht nur für ein verwaistes Ressort, sondern auch für enttäuschte Minister. Zwar kursierten schon länger Gerüchte, dass die Politikerin von der sachsen-anhaltinischen Fahne gehen wollte, die Kollegen erfuhren aber offiziell erst während einer eilends einberufenen Kabinettssondersitzung von den Transferplänen der Ministerin. Entsprechend ungehalten war die Reaktion. Gerade Karin Schubert sei es doch noch vor wenigen Wochen gewesen, die sich am Magdeburger Kabinettstisch mit Nachdruck gegen eine rot-rote Koalition in Sachsen-Anhalt ausgesprochen habe. »Und jetzt tritt sie in Berlin einem rot-roten Senat bei«, empört sich ein Regierungsvertreter. »Rechtswidrig ist das zwar nicht unbedingt, aber auf der Charakter-Skala ist das eine glatte Sechs.«

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