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Karl Otto Pöhl

aus DER SPIEGEL 44/1987

Karl Otto Pöhl, 57, Bundesbank-Präsident, demonstrierte vergangene Woche während der Welt-Börsenturbulenzen Bescheidenheit. An der Snackbar des Restaurants »Am Tulpenfeld« im Bonner Regierungsviertel begnügte sich der als Feinschmecker bekannte Bundesbanker mit Erbsensuppe und Würstchen für neun Mark. Weil die von Pöhl geforderte Maggi-Würze nicht aufzutreiben war, mußte er mit Soya-Sauce vorliebnehmen, die dem »Herrn Präsidenten«, unter vielen Entschuldigungen ob des Mangels in der Küche, in einem Silberschälchen serviert wurde. Die Peinlichkeit wird sich nicht wiederholen: Schon vom nächsten Tag an stand im »Tulpenfeld« die Suppenwürze zur Verfügung.

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