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GENERAL-VERTRAG Kaufpreis Saar

aus DER SPIEGEL 28/1952

Trotz aller Dementis aus Paris, London und Bonn steht es fest, daß die Franzosen einen neuen Plan für die Zukunft des Saargebiets haben. Der amerikanische Außenminister Dean Acheson hat diesen Plan dem Staatssekretär Walter Hallstein in Berlin mitgeteilt, als die beiden sich dort trafen, um, wie es schien, die Bundesregierung über die Note der Westmächte an die Sowjetunion zu unterrichten.

Acheson war nach Berlin aus London gekommen. Was er dem Bonner Staatssekretär in der Viersektorenstadt eröffnete, läuft auf einen endgültigen Verlust der Saar für Deutschland heraus, denn Frankreich hat als Kaufpreis für die Ratifizierung des Generalvertrags und des Vertrags über die Europäische Verteidigungs-Gemeinschaft die Saar verlangt.

Die Amerikaner, die diese Zustimmung nichts kostet, haben nachgegeben. Ein Außenminister-Beschluß des Westens will das Saargebiet dem Europarat unterstellen und es zum »europäischen Gebiet« erklären, wobei Währung und Wirtschaft für alle Zukunft an Frankreich angeschlossen bleiben sollen.

Es ist verbürgt, daß der 76jährige Konrad Adenauer in Bonn erbleichte, als sein Staatssekretär Hallstein ihm vortrug, was Dean Acheson in Sachen Saar in Berlin mitgeteilt hatte.

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