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Kein Spionage-Satellit

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aus DER SPIEGEL 37/1985

Die Amerikaner sind in Bonn mit ihrem Wunsch aufgelaufen, bei dem für den 30. Oktober geplanten deutschen Weltraum-Unternehmen »Spacelab« einen Spionagesatelliten über Mittelamerika auszusetzen. Zwar behaupten die US-Behörden, der Satellit solle der Bekämpfung des Rauschgiftschmuggels dienen. Doch Außenminister Hans-Dietrich Genscher und sein Kabinettskollege Heinz Riesenhuber (Forschung) wollen das von Bonn finanzierte Weltraumprojekt von jedem Verdacht freihalten, militärischen Zwecken zu dienen. Das von den Europäern gebaute Weltraumlabor mit zwei deutschen Astronauten an Bord soll vom amerikanischen Raumfahrtstützpunkt Kennedy Space Center für acht Tage ins All geschossen werden. Den Transport lassen sich die Amerikaner mit 180 Millionen Mark honorieren.

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