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Keine Waffen mehr für Afghanistan

aus DER SPIEGEL 51/1990

Die Sowjetunion und die USA wollen ihre Waffenhilfe für die verfeindeten Parteien im afghanischen Bürgerkrieg stoppen. Der mehr als zwölfjährige Dauerkonflikt, in dem Moskau das Marionetten-Regime in Kabul unterstützte, während Washington den Guerillakrieg der moslemischen »Freiheitskämpfer« finanzierte, war für beide Supermächte ein kostspieliges Unternehmen. Bis zu 300 Millionen Dollar jährlich zahlten die USA an die Mudschahidin, die sowjetische Hilfe für Kabul erreichte auf dem Höhepunkt des Konflikts nach US-Angaben 500 Millionen Dollar monatlich. Mit dem Einverständnis der Supermächte, den Stellvertreterkrieg zu stoppen, ist der Krieg jedoch noch nicht zu Ende: Obwohl Afghanistans Präsident Nadschibullah ebenso wie der Chef der fundamentalistischen Mudschahidin, Gulbuddin Hekmatjar, eine gleichzeitige Reduzierung der Waffen befürworten, verweigern die Führer der Guerilla-Fraktionen bislang direkte Gespräche mit Kabuls Staatschef.

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