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Sierra Leone Kidnapper jagen Europäer

aus DER SPIEGEL 4/1995

Weil Rebellen und Banden von Deserteuren den westafrikanischen 4,5-Millionen-Einwohner-Staat in Anarchie gestürzt haben, fordern westliche Botschaften ihre Staatsbürger auf, in der Hauptstadt Freetown Zuflucht zu suchen. Nicht alle folgen dem Ruf - und geraten in Not: Am vergangenen Mittwoch stürmten Bewaffnete das Gelände des Schweizer Bergwerkunternehmens Sieromco 135 Kilometer südöstlich von Freetown und entführten zehn europäische Mitarbeiter, darunter einen Deutschen. Zwei Tage später wurden zwei Briten entführt. Eine Einheit von Sierra Leones Präsidentengarde konnte die Angehörigen evakuieren, doch von den Verschleppten fehlte Ende voriger Woche jede Spur. Da im Bauxit-, Rutil-, Gold- und Diamanten-Bergbau beträchtliche Gewinne gemacht werden, halten immer noch einige Unternehmen in Sierra Leone aus, dessen Militärregime nur noch das Gebiet um die Hauptstadt kontrolliert.

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