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UGANDA Killer aus den Tropen

aus DER SPIEGEL 45/2000

Nun droht die Ebola-Seuche, die seit ihrem Ausbruch vor zwei Monaten mindestens 84 Menschen in Nord-Uganda dahingerafft hat, auch auf den Süden des Landes überzugreifen. Während alle bisher registrierten 267 Ebola-Infizierten aus der Region Gulu stammten, starb am vergangenen Donnerstag ein Armeeangehöriger im 425 Kilometer entfernten Mbarara an der Seuche. Der Soldat war in Gulu stationiert gewesen und offensichtlich bereits erkrankt, bevor er sich auf die Reise machte. Die Wirtstiere der Ebola-Erreger verbergen sich tief im tropischen Regenwald. Solange ihr Verbreitungsgebiet unberührt bleibt, stellen sie keine Gefahr für den Menschen dar. Doch das Urbarmachen des Dschungels sowie Flüchtlings- und Touristenströme schleppen immer mehr bisher unbekannte Erreger in die besiedelte Welt ein. Da das menschliche Immunsystem nicht auf die Killer aus den Tropen eingestellt ist, breiten sich die Keime oft epidemieartig aus. Trotz des jüngsten Todesfalls wollen Ugandas Behörden keine Reisebeschränkungen für das Seuchengebiet verhängen.

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