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Klaus Landowsky

aus DER SPIEGEL 32/2001

Klaus Landowsky, 59, ehemaliger Chef der Hyp-Bank, Ex-CDU-Fraktionschef in Berlin und einer der Hauptakteure in der Bankenaffäre, die zum Bruch der Großen Koalition führte, zeigt erste Anzeichen von Reue. Journalisten des Berliner »Tagesspiegel« fragten ihn während eines Interviews, ob er sich im Zusammenhang mit der Spende der Immobilienfirma Aubis gar keines Fehlers bewusst sei. »Doch«, räumt der Manager in Zwangsurlaub ein, »der Fehler war natürlich diese Scheißspende in der Bank, diese 40 000 Mark.« Landowsky hatte das Geld aus der Hand des Hyp-Kreditkunden und Aubis-Gründers Klaus Wienhold erhalten - für die CDU. Der Grund, diesen Fehler zu bedauern, ist offenbar weniger moralisch als pragmatisch motiviert: »Ja, wissen Sie, diese Sekunde war ein Stück Lebensfehler, denn wenn mir das nicht passiert wäre, hätte es für die SPD keine Handhabe gegeben, mich fertig zu machen.«

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