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PARTEIFINANZEN Knauserige Liberale

aus DER SPIEGEL 25/2004

Die FDP gerät durch die lausige Zahlungsmoral ihrer Mitglieder in Schwierigkeiten. Während der durchschnittliche Mitgliedsbeitrag bei den Grünen pro Jahr 213, bei der SPD 113 und bei der CDU 97 Euro beträgt, kassiert die FDP im Durchschnitt nur 94 Euro. Tausende Ärzte, Apotheker, Architekten, Makler oder Anwälte zahlen nicht mehr als den Mindestbeitrag von sechs Euro monatlich. NRW-Schatzmeister Paul Friedhoff: »Viele gut verdienende Mitglieder stufen ihr Einkommen der Partei gegenüber immer noch so ein wie in der Studentenzeit.« Seit 1994 sind der mit 13,3 Millionen Euro verschuldeten »Partei der Besserverdienenden« wegen der niedrigen Beiträge staatliche Zuschüsse in Höhe von mittlerweile 11,4 Millionen Euro entgangen. Hinzu kommt, dass 2003 nur zehn Prozent der rund 66 000 Freidemokraten bereit waren, ihrer klammen FDP mit einer »freiwilligen Mitgliederumlage« zu helfen.

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