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Kojo Annan

aus DER SPIEGEL 5/2002

Kojo Annan, 28, ghanaischer Geschäftsmann und seit 1999 Präsident des schweizerischen Fußballvereins FC Vevey-Sports, hat sich mit diesem Amt eine Menge Ärger eingehandelt - offenbar durch Nichtstun. Annan spielte den unsichtbaren Präsidenten, zeigte sich selten bis nie bei den Spielen und war fast unerreichbar. »Seine Grundidee war vor allem«, so erinnert sich Spielervermittler Nicolas Geiger, der den Kontakt zwischen Annan und dem Club hergestellt hatte, »Präsident zu sein.« Die Ehre ließ sich der Sohn des Uno-Generalsekretärs Kofi Annan etwas kosten. Rund 260 000 Franken hat er laut Anwalt Ralph Oswald Isenegger in die Vereinskasse fließen lassen. Jetzt aber ist der Verein in Not. Annans Vertrauensmann im Club, der Manager des Vevey-Sports, Roland Frey, ist wegen angeblicher Unterschlagung von 100 000 Franken in Untersuchungshaft. An einen Wiederaufstieg in die Nationalliga A ist erst mal nicht zu denken, und am Beton des Stadions, so das Schweizer Nachrichtenmagazin »Facts«, »nagt der Zahn der Zeit«. Präsident Kojo Annan, sagt sein Anwalt, »stellt seine Zukunft in Vevey in Frage«.

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