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Kolumbien: Kein Frieden

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aus DER SPIEGEL 34/1984

Rechte Extremisten sabotieren die Friedensbemühungen zwischen linksgerichteten Guerrilleros und der konservativliberalen Regierung in Kolumbien. Fünf Tage vor der geplanten Unterzeichnung eines Waffenstillstandsvertrages zwischen Präsident Belisario Betancur und dem Rebellenchef Carlos Toledo Plata erschossen Killer den 51jährigen Arzt und Chefideologen der »M-19«-Guerilla. Der Täter handelte vermutlich im Auftrag der Todesschwadron »Tod den Entführern« (MAS), einer ultrarechten paramilitärischen Gruppe, die von Drogenhändlern finanziert wird und enge Verbindungen zu Militär und Polizei pflegt. Erwartungsgemäß weigerte sich die Guerilla-Organisation nach dem Anschlag, die geplante Abmachung zu unterschreiben. Die Aufständischen erklärten sich nur dann bereit, ihre Waffen niederzulegen und weiter zu verhandeln, wenn die Regierung ihre Sicherheit garantiere.

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