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Fachzeitschriften Krise bei den Protestanten

aus DER SPIEGEL 4/1995

Der Rückgang der Einnahmen aus der Kirchensteuer hat die evangelische Publizistik in eine Krise gestürzt. Nachdem kürzlich das Aus für die Fachzeitschrift Medium im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) bekannt wurde, soll nun auch an der Evangelischen Information, der Wochenzeitschrift des Evangelischen Pressedienstes (epd), gespart werden. Zum Jahresende hatte bereits der Evangelische Hörfunkdienst seine Arbeit eingestellt. Das GEP reagiert damit auf den Druck seines Hauptsponsors, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Innerhalb von zwei Jahren muß das GEP auf Beschluß der EKD rund 1,4 Millionen Mark einsparen. Sogar über der Filmzeitschrift epd Film schwebte schon der Rotstift. Die Einstellung des etablierten Fachblatts, betont die EKD jedoch inzwischen, wäre »unklug«. Medium, in der GEP-Broschüre noch als Ausweis der medienpolitischen Kompetenz der Kirche gefeiert, sei wegen der geringen Auflage unwirtschaftlich geworden. Über das Gesamt-Sparpaket muß der Vorstand des in Frankfurt ansässigen GEP Anfang Februar entscheiden.

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