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Briefe

Kritisch hinterfragt
aus DER SPIEGEL 29/1993

Kritisch hinterfragt

(Nr. 27/1993, Städte: Frankfurt vor der Pleite)

Sie setzen die mit 200 000 Mark geförderte schwul-lesbische Kulturarbeit in Anführungszeichen und wundern sich, daß dieser Etatposten ungeschoren blieb. Allein das von den schwulen Lokalen in Frankfurt erwirtschaftete Steueraufkommen dürfte diesen Betrag bei weitem übersteigen. Sie sollten langsam begreifen, daß wir keine Randgruppe sind, der man generös ein Almosen zuschanzt, sondern ein gesellschaftlicher Faktor. *UNTERSCHRIFT: Kassel CLAUS BORNEMANN Schwuler Landesverband Hessen

Zu der Meldung »Gelsenkirchen schließt die Bühne« ist anzumerken, daß die Sparte Sprechtheater in Gelsenkirchen schon seit Jahrzehnten (Spielzeit 1967/68) geschlossen ist, das Musiktheater aber fortbesteht: Zwar wurde vor einigen Jahren bei der Diskussion des Konsolidierungsprogramms »Gelsenkirchen 2000« die finanzielle und personelle Ausstattung städtischer Einrichtungen und damit auch des städtischen Musiktheaters im Revier einschließlich des Philharmonischen Orchesters kritisch hinterfragt, doch hat es dabei zu keiner Zeit ernsthafte Schließungsabsichten gegeben. Im Gegenteil sind in Gelsenkirchen das Musiktheater im Revier und das Philharmonische Orchester mit Beginn der Spielzeit 1993/94 in die Rechtsform eines Eigenbetriebes überführt worden, um auf diese Weise künstlerische Qualität und Leistungsfähigkeit auf Dauer zu sichern. *UNTERSCHRIFT: Gelsenkirchen H. PETER ROSE Kulturdezernent

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