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NPD Küchengelder verloren

aus DER SPIEGEL 22/2008

In der Finanzaffäre um den NPD-Schatzmeister Erwin Kemna schwindet für die ohnehin klammen Rechtsextremen die Hoffnung, verlorenes Geld zurückzubekommen. Nach bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Münster soll Kemna, der bereits seit Anfang Februar in Haft sitzt, weit über 600 000 Euro von NPD-Konten in sein privates Küchenstudio geleitet haben. Für die NPD dürfte diese Summe jetzt weitgehend verloren sein. Denn vor drei Wochen eröffnete das Amtsgericht Münster wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit ein Insolvenzverfahren gegen das Küchenstudio. Kemna soll in seiner ersten Vernehmung bestritten haben, Parteigelder veruntreut zu haben. Es habe sich bei den Geldern um Darlehen von Förderern der Rechtsaußen-Partei gehandelt, die anonym bleiben wollten. Mit der Finanztransaktion über sein Küchenstudio sollte die Rückzahlung diskret abgewickelt werden. Kemnas Anwalt lehnt derzeit jede Stellungnahme ab.

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