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WETTER »Kyrills« Folgen

aus DER SPIEGEL 4/2007

Der staatliche Deutsche Wetterdienst (DWD) steht erneut in der Kritik des privaten Konkurrenten Jörg Kachelmann. In der vergangenen Woche seien die Folgen des Orkans »Kyrill« - trotz der elf deutschen Todesopfer - insgesamt weniger dramatisch gewesen als vom DWD angekündigt. Weder brachen Deiche an der Nordseeküste, noch trat eine große Sturmflut ein. Meteomedia-Gründer Kachelmann hat »den Eindruck, dass der DWD überkompensiert, was er in der Vergangenheit verschlafen hat«; nach der Elbeflut 2002 hatte er den DWD wegen zu optimistischer Einschätzungen kritisiert. Bei »Kyrill« wurden Windgeschwindigkeiten von 100 bis 130 Stundenkilometern im Flachland gemessen. »Eine Stilllegung der Bahn war vor allem im Regionalverkehr überhaupt nicht notwendig«, sagt auch Johannes Kruszynski, Vorstand der AKN-Bahn, die in Schleswig-Holstein planmäßig verkehrt habe, nachdem die Strecken »abgesucht und gesichert« worden seien. In Berlin sprach sich unterdessen die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer (SPD), für die Suche nach möglichen Fehlern in der Fassadenkonstruktion des Hauptbahnhofs aus. Am Donnerstagabend hatten sich dort durch Orkanböen mehrere Stahlriegel gelöst. »Ich gehe davon aus, dass bei der Planung, beim Bau und bei der Prüfung alle verantwortlich gehandelt haben. Dann darf so etwas aber eigentlich nicht passieren«, sagt Junge-Reyer, deren Behörde den zuständigen Prüfingenieur bestellt hatte.

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