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Hausmitteilung Lambsdorff

aus DER SPIEGEL 4/1984

In derselben Woche nahm ein anderer Untersuchungsausschuß seine Vernehmungen in Bonn auf. Vor dem durch SPIEGEL-Veröffentlichungen ausgelösten Flick-Ausschuß erschien als erster Zeuge der Ex-Bundeswirtschaftsminister Hans Friderichs, dem zusammen mit seinem Nachfolger Otto Graf Lambsdorff die Annahme von Flick-Spenden - sprich Bestechlichkeit - vorgeworfen wird. Gegen die SPIEGEL-Redakteure Rudolf Augstein, Erich Böhme und Hans Werner Kilz ist inzwischen vor dem Amtsgericht Hamburg das Hauptverfahren eröffnet worden. Der SPIEGEL hatte die Flick-Spenden-Affäre aufgedeckt, dabei aus Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Bonn zitiert und damit gegen Paragraph 353 d des Strafgesetzbuches verstoßen, dem zufolge nur in indirekter Rede, nicht aber wörtlich referiert werden darf. In der Flick-Anklage ist das Hauptverfahren, das über Lambsdorffs Ministerschicksal entscheidet, noch nicht eröffnet.

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