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Israel Landnahme trotz Baustopp

aus DER SPIEGEL 4/1995

Die Führer der Siedlung Efrat planen trotz staatlichen Baustopps die Vergrößerung ihres Wehrdorfs im besetzten Westjordanland, 20 Kilometer südlich von Jerusalem. Nach dem Willen der 5000 Siedler sollen rund um ihre befestigte Gemeinde etwa 3000 neue Wohneinheiten entstehen - Raum für 15 000 zusätzliche Israelis. Die Regierung Rabin hatte nach palästinensischen Protesten und dem Einspruch von PLO-Chef Jassir Arafat den Bau von 500 Häusern auf einem Hügel in der Nähe der Siedlung untersagt - zugleich aber die Genehmigung für die Errichtung von 270 Einheiten dichter bei Efrat gegeben. Der Kompromiß erhärtet palästinensische Vermutungen, daß Israel langfristig plant, einen Teil der besetzten Gebiete zu annektieren. Unlängst erlaubte die Regierung den Bau von 2000 Wohneinheiten in Ma'ale Adumim, der größten Siedlung im Westjordanland.

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