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ARMUT Langsame Bayern

aus DER SPIEGEL 22/2008

Die bayerische Regierung will ihren seit Jahren überfälligen Bericht über Armut im Freistaat nun doch erst nach der Landtagswahl im Herbst vorlegen. Ursprünglich sollte der Landessozialbericht im Juni fertig sein und dem Landtag überreicht werden. Die Studie über die Lage jener Menschen im Freistaat, die an der Existenzgrenze oder von Sozialhilfe leben, hatte sich schon einmal stark verspätet. Knapp ein Jahr nach der Wahl 1998 hatte Bayern den bisher einzigen Sozialbericht vorgelegt. Damals hatte der Landtag beschlossen, dass in jeder Legislaturperiode eine neue Studie vorliegen müsse. Dem kommt die CSU-Regierung jedoch auch jetzt verspätet nach. Wohlfahrtsverbände und die Opposition im Landtag vermuten, dass die neuen Zahlen ein unschönes Bild zeichnen und deshalb erst nach der Wahl veröffentlicht werden dürfen. Das Sozialministerium teilt mit, der Bericht verzögere sich, weil es Schwierigkeiten mit der Auswertungsmethode gebe.

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