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Leopold Gratz

aus DER SPIEGEL 3/1989

Leopold Gratz, 59, Präsident des österreichischen Nationalrats, schmetterte eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Abgeordneten Andreas Wabl nach einem Blick in »Meyers Enzyklopädisches Lexikon« ab. Wabl, dem Gratz wegen des Hissens einer Hakenkreuzfahne die Verletzung der »Würde des Hauses« vorgeworfen hatte, wollte wissen, ob es denn der Würde des Parlaments entspreche, wenn Abgeordnete nicht einmal über einen eigenen Telephonanschluß verfügen. »Würde«, so Gratz, werde im »Meyers« als »Achtung gebietender innerer Wert« definiert. Die Würde des Parlaments sei also nicht abhängig von der Zahl seiner Telephonanschlüsse.

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