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Hausmitteilung Leser

aus DER SPIEGEL 14/1981

Datum: 30. März 1981 Betr.: Leser, Wolfgang Becker

»In Deutschland begnügt sich kein interessierter Leser mit dem SPIEGEL, Gott sei Dank nicht, der SPIEGEL-Leser hält vielmehr mindestens eine Tageszeitung, in der er ständig über nationale und internationale Angelegenheiten unterrichtet wird. Das bedeutet, dass der SPIEGEL darauf verzichten muss, Tagesnachrichten zu bringen, sofern er sie nicht instruktiver, reichhaltiger, klarer servieren kann.« Diese Feststellung, vor 28 Jahren von Rudolf Augstein getroffen, gilt noch immer, sie gehört zu den wenigen Regeln, die jeder SPIEGEL-Redakteur akzeptiert.

Welche Tages- und Wochenzeitungen von wie vielen SPIEGEL-Lesern gelesen werden, hat die Marketingabteilung zusammengestellt. Das Material dafür lieferte die Media-Analyse 1980, eine von rund 130 Verlagen, Werbeagenturen, Rundfunk- und Fernsehanstalten in Auftrag gegebene Studie über das Leseverhalten von 45,73 Millionen Bundesbürgern.

Von den untersuchten Tages- und Wochenzeitungen vier Beispiele: Elf Prozent der SPIEGEL-Leser lesen auch die »Zeit«, sieben Prozent die »Süddeutsche Zeitung« ("SZ"), sechs Prozent die »FAZ« und zweieinhalb Prozent die »Frankfurter Rundschau«. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Von den 4,56 Millionen SPIEGEL-Lesern lesen 500 000 die »Zeit«, 310 000 die »SZ«, 280 000 die »FAZ« und 110 000 die »Frankfurter Rundschau«.

Berücksichtigt man die anderen überregionalen und regionalen Zeitungen, stimmt es, Gott sei Dank: Der SPIEGEL-Leser hält zumindest eine Tageszeitung.

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