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MORDFALL PEGGY Letzte Minuten rekonstruiert

aus DER SPIEGEL 41/2003

Fahndern im bayerischen Hof ist es offenbar gelungen, die letzten Minuten vor dem wohl gewaltsamen Tod der neunjährigen Peggy aus Lichtenberg in Oberfranken zu rekonstruieren. Von dem Mädchen fehlt seit dem 7. Mai 2001 jede Spur, am Dienstag beginnt vor dem Landgericht Hof der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter Ulvi K. Die Ermittler sind sicher, dass der geistig zurückgebliebene Nachbarssohn K. die Schülerin ermordet hat, um einen sexuellen Missbrauch zu vertuschen. Offenbar hat K. den Tag, an dem er Peggy getötet haben soll, den Vernehmern geschildert. So soll er das Mädchen nach der Schule abgepasst haben, um es zum Schweigen zu überreden. Peggy sei geflohen; als sie stürzte und sich an Kopf und Knie verletzte, soll sie laut geschrien haben. Als K. ihr Schokolade anbot, habe Peggy ihn getreten und sei weitergeflohen. Nach einem Stoß sei sie dann schreiend am Fuß der Treppe des Lichtenberger Schlossplatzes liegen geblieben. Daraufhin soll K. ihr Mund und Nase zugehalten haben, bis sie sich nicht mehr rührte. Unklar ist, was mit der Leiche geschah - auch intensivste Suche erbrachte keine Spuren. Ulvi K. hat sein Geständnis widerrufen.

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