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Lichtzauber für die Bühne

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aus DER SPIEGEL 14/1985

Optisches Gaukelwerk möchte der Bühnenbildner Günther Schneider-Siemssen dem Theater erschließen: Hologramm-Bilder von beliebigen Objekten, die mit Hilfe von Laserlicht gleichsam auf Folien eingefroren werden, um bei Laser-Beleuchtung zu dreidimensionalem Leben zu erwachen. Schauspieler, so die Vision des Theatermannes, sollen über die Bühne »wie durch dreidimensionale Lichträume schreiten«. Seit drei Jahren arbeitet der Österreicher mit einem Ingenieur des Münchner Luftfahrtkonzerns Messerschmitt-Bölkow-Blohm zusammen. Erstmals am 24. Mai, bei der Premiere von »Hoffmanns Erzählungen« am Salzburger Marionettentheater, wird ein Hologramm auf kleiner Bühne zu sehen sein: Durch eine geschlossene holographische Gaukel-Tür wird Doktor Mirakel die Bühne betreten. 1986 dann, ebenfalls in »Hoffmanns Erzählungen«, will Schneider-Siemssen das Hologramm-Spektakel mit Sängern und Schauspielern auf der großen Bühne der Münchner Oper uraufführen.

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