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HAUPTSTADT Lieber im Palast

aus DER SPIEGEL 8/1997

Für den Umzug der Bonner Ministerien 1999 nach Berlin stehen genügend bundeseigene Büros in der Hauptstadt zur Verfügung, die derzeit gar nicht oder nur teilweise genutzt werden: Rund ein Viertel aller Liegenschaften allein im künftigen Parlaments- und Regierungsviertel sind im Besitz des Bundes. Viele Staatsgebäude drohen auch nach dem Umzug leezustehen. Völlig offen ist, wer die mehr als 140 000 Quadratmeter Bürofläche in ehemaligen DDR-Bauten nutzen soll, die der Bundesbeauftragte Klaus Töpfer noch anzubieten hat. Er konnte bislang kein Ministerium finden, das später etwa in das einstige Staatsratsgebäude oder die DDR-Ministerien für Bauwesen, Handel und Tourismus sowie für Umwelt einziehen möchte. Trotzdem hofft Töpfer, daß der Haushaltsausschuß in der kommenden Woche akzeptiert, daß für mindestens 400 Millionen Mark in den nächsten 30 Jahren ein Glaspalast direkt an der Sree für das Innenministerium angemietet wird.

Um seinen Widerstand gegen den Umzug ins ehemalie DDR-Innenministerium zu begründen, hat Ressortchef Manfred Kanther die Renovierungskosten für den Gebäudekomplex unweit des Brandenburger Tores auf mittlerweile 392 Millionen Mark hochrechnen lassen. Allein die Sicherheitsmaßnahmen, zusätzliche Klimaanlagen und Tunnel sollen im Altbau 100 Millionen Mark verschlingen.

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Bundes-Immobilien in Berlin-Mitte

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