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Lieferte die Polizei den Beweis?

Von Werner Harenberg
aus DER SPIEGEL 22/1996

Wie könnte ein christlicher Text in eine Höhle des von strenggläubigen Juden bewohnten Qumran gekommen sein?

Schon bei der Antwort auf diese Frage muß der Paderborner Papyrologe Carsten Peter Thiede zum erstenmal - wie dann noch bei weiteren acht Schritten - das Unwahrscheinliche für wahrscheinlich erklären. Denn unter den Hunderten von Qumran-Schriftrollen und -Fragmenten, die bislang identifiziert wurden, ist kein einziger Text aus einem Evangelium oder einem anderen Teil des Neuen Testaments (NT).

Thiede hat in einem anderen Buch, das mit seiner vierten Auflage noch im Handel ist**, die Version gewählt, eine christliche »Arbeitsgruppe« habe die Höhle 7 in Besitz genommen, dort »so etwas wie eine christliche Bibliothek« eingerichtet und sich bemüht, die Essener zu bekehren.

Er nannte die »christliche Höhle« sogar fromm-feierlich einen »Einsatzort ** »Die älteste Evangelien-Handschrift? Ein Qum- _(ran-Fragment wird entschlüsselt«. R. ) _(Brockhaus, Wuppertal. ) _(* Im hannoverschen SPIEGEL-Büro. )

der ersten Botschafter des Glaubens«.

Eine andere Version, die Essener hätten sich die Schriftrolle beschafft, lehnte er damals noch ab. In seinem neuen Buch bietet er beide Versionen an, ohne sich für eine zu entscheiden.

Mal ist vom »christlichen Depot« die Rede und von der Höhle als einem Platz, »an dem man christliche Texte auf Dauer lagerte und aufbewahrte«. Mal davon, daß die Rolle von den Qumran-Essenern »importiert worden sein dürfte« - aus dem nahen Jerusalem oder sogar aus dem fernen Rom.

Altertumskenner Thiede beschreibt, wie schnell das gegangen wäre: »Eine Schriftrolle mit dem Markus-Evangelium in Qumran, aus Rom abgeschickt? Binnen 14 Tagen konnte sie geliefert werden.«

Die eine Version ist so unwahrscheinlich wie die andere.

Daß sich in der Höhle, nur 100 Meter von der Qumran-Siedlung entfernt, Christen eingenistet haben könnten, ist eine abwegige Spekulation.

Und daß die Essener sich die Abschrift eines Evangeliums beschafft haben, hält der Göttinger Neutestamentler und Qumran-Forscher Hartmut Stegemann für »nahezu ausgeschlossen. Das würde allem widersprechen, was man über die Essener weiß«. Sie wollten selbst nicht missionieren, duldeten aber auch keine fremden Ideen in ihrer eigenen Gemeinschaft.

Beim zweiten Schritt muß Thiede die ungewöhnliche Art des Papyrus erklären, der in der Fachwelt als »7Q5« bezeichnet wird (als Fragment 5 aus der Qumran-Höhle 7).

Denn von jenen 99 Papyri mit Texten aus dem Neuen Testament, die bislang geborgen wurden (meist in Ägypten und meist nur als Fragment), ist kein einziges von einer »Schriftrolle«, sondern jedes von einem »Kodex« übriggeblieben. Der wichtigste Unterschied: Rollen sind einseitig, Kodizes beidseitig beschrieben.

Daß man bislang keine Rollen mit NT-Texten gefunden hat, besagt nicht, daß es keine gegeben hat - darüber sind sich alle Fachleute einig. Aber es ist unwahrscheinlich, daß nach beinahe 2000 Jahren gerade jetzt, und noch dazu an einer so ungewöhnlichen Stelle wie der Qumran-Höhle 7, die erste NT-Rolle entdeckt worden sein soll.

Thiede macht es wahrscheinlich. Er erklärt nicht nur für sicher, was andere lediglich vermuten: daß die Christen anfangs auch auf Rollen geschrieben haben. Sondern er entdeckt darüber hinaus einen »Wendepunkt« in der Geschichte des Urchristentums, von dem bislang kein Historiker und kein Neutestamentler etwas weiß:

Im Jahr 62 haben Juden den Jesusbruder Jakobus, der damals die Jerusalemer Christengemeinde leitete, durch Steinigung getötet. Soviel ist ziemlich sicher. Laut Thiede haben die Juden damit den Christen ein Signal gegeben, das er so formuliert: »Wir haben euren Führer umgebracht, hört auf mit den Versuchen, uns zu bekehren.« Daran hätten sich die Christen fortan gehalten, und eine Folge des Bruchs sei ihr Verzicht auf Schriftrollen gewesen.

Bis dahin hätten die ersten Christen in Palästina, die allesamt vom jüdischen zum neuen Glauben übergewechselt waren, die Rollen benutzt, um sich in dieser Hinsicht nicht von ihren Landsleuten zu unterscheiden und den Kontakt mit ihnen zu erleichtern. Nun habe es dafür keine »strategischen Gründe« mehr gegeben, die Christen hätten dieses »Kommunikationsmedium« nicht mehr gebraucht und statt dessen den Kodex benutzt. Dazu Stegemann: »Reine Phantasie.«

Schritt drei: Der englische Papyrologe Colin Henderson Roberts hat sich mit »7Q5« schon befaßt, als noch niemand vermutete, es könne sich um einen christlichen Text handeln. Roberts nimmt an, daß dieser Papyrus in der Zeit zwischen 50 vor und 50 nach Christus beschrieben wurde.

Diese Datierung besagt: Die Handschrift stammt am ehesten aus der Zeit, in der Jesus geboren wurde, und es ist relativ unwahrscheinlich, aber immer noch möglich, daß sie etwa 50 Jahre früher oder später verfaßt worden ist.

Wiederum baut Thiede auf dem Unwahrscheinlichen auf und bemüht sich, es vor dem Leser zu verbergen. Er erwähnt mit keinem Wort die Zeitspanne von plus/minus 50 Jahren, sondern schreibt lediglich, laut Roberts sei der Papyrus »nicht später als 50 n. Chr.« geschrieben. Dieses Jahr legt er dann seinen eigenen Überlegungen zugrunde.

Alle weiteren Schwierigkeiten Thiedes ergeben sich aus dem Text selbst. Denn es geht um 20 griechische Buchstaben, von denen 10 beschädigt oder sogar fast zerstört sind.

Dieser Teil der Kontroverse scheint sich dem Urteil all derer zu entziehen, die weder Griechisch können noch sich je mit antiken Texten befaßt haben.

Aber dieser Schein trügt, jeder kann sich mit Hilfe des folgenden Fragments selbst eine Meinung bilden.

An diesem Fragment in deutscher Sprache (keinem echten, sondern einem für diesen Beitrag hergestellten) läßt sich zeigen, wie schwierig es ist, wenige Buchstaben als Teil eines Textes zu identifizieren, zumal wenn sie - wie hier - zum Teil beschädigt sind.

Ohne irgendeine Vermutung, zu welcher Art von Text die Buchstaben gehören könnten, wäre jeder Versuch sogar fast aussichtslos. Die Forscher müssen wissen, wo sie suchen können.

Ist das Fragment vielleicht der Rest eines Reiseprospekts? Die Buchstaben ließen sich dann durchaus zu sinnvollen Wörtern und Teilsätzen ergänzen, etwa zu »grünet Hof und Feld«, »der alte Wirt«, »glücklich in rauchigen Stuben« oder »Wörther See«. Der Phantasie und den Möglichkeiten wären kaum Grenzen gesetzt. Am Ende würde man annehmen, daß es wohl ein Reisetext ist.

Ist es aber nicht. Es handelt sich vielmehr um ein Fragment aus einem literarischen Text. Macht es Sinn, allein aufgrund dieses Hinweises auf die Suche zu gehen? Sicher nicht, man müßte mehr wissen.

Also mehr: Der Text stammt von Goethe. Reicht nicht? Es handelt sich um Verse. Noch zuwenig? Sie sind aus dem »Faust«. Und nun?

Noch immer wird selbst der belesenste Deutschlehrer die Buchstaben kaum zu einem »Faust«-Text ergänzen können. Aber Germanisten würden mit Computern, die den gesamten »Faust« gespeichert haben, das Problem lösen können.

Das »Faust«-Fragment* stammt aus dem »Osterspaziergang": _____« . . . Im Tale grünet Hoffnungsglück; Der alte Winter » _____« in seiner Schwäche, Zog sich in rauhe Berge zurück. Von » _____« dorther sendet er, fliehend, nur Ohnmächtige Schauer » _____« körnigen Eises . . . »

Vor einer ähnlichen Aufgabe stehen Papyrologen und Exegeten, die sich mit zumeist fragmentarischen Texten befassen, die 1300 bis 2300 Jahre alt sind, griechisch geschrieben wurden und religiösen Inhalt haben.

Im griechischen Text des »7Q5« steht ein T (Tau) dort, wo ein D (Delta) stehen müßte. Beim Schritt vier muß Thiede verhindern, daß seine Identifizierung an diesem Fehler scheitert, denn das T ist einer der zehn unbeschädigten Buchstaben.

Laien mag dies zu pingelig scheinen, aber bei Forschern, die mit antiken Fragmenten umgehen, führen solche Buchstaben-Fehler häufig zu Kritik und zum Verzicht auf eine Identifizierung, »wenn sie wie hier zehn Prozent des Materials ausmachen« - so der münstersche Textforscher Hans-Udo Rosenbaum, der zu den schärfsten und gründlichsten Kritikern Thiedes gehört. Auch der Paderborner Papyrologe gibt zu: »Bei einem so kleinen Fragment zählt jeder vollständig und eindeutig lesbare Buchstabe.«

Thiede braucht denn auch etliche Seiten in seinem Buch, um zu erklären, daß es eigentlich gar kein Schreibfehler sei. Sein Argument, kurzgefaßt:

Ein T statt eines D entspreche einer »Sprech- und Schreibgewohnheit, die für Jerusalem charakteristisch war«. Man habe dort in der Antike T und D miteinander verwechselt. Diese Gewohnheit hätten auch die Christen aus Jerusalem beibehalten, die nach Rom übergewechselt seien.

Doch für eine solche Jerusalemer Schreib- und Sprechweise gibt es - so Rosenbaum ** Das Wort, um das es geht: Dryphakton oder _(Tryphakton = Grenze, Schranke. Zur Zeit ) _(Jesu war die Schreibung mit T (wie am ) _(Tempel) ebenso üblich wie die andere mit ) _(D. ) _(* Alexander Maurer (Universität ) _(Göttingen) hat dieses Fragment, Hans-Udo ) _(Rosenbaum (Universität Münster) die ) _(deutsche Fassung des »7Q5«-Fragments ) _(hergestellt. )

- »nicht die Spur eines Beweises«.

In jener Zeit wurden diese Buchstaben wie auch P und B zwar in Sprache und Schrift vertauscht, aber nicht in Palästina, sondern in Ägypten. Rosenbaum: »So gesehen waren die Ägypter die Sachsen der Antike.«

Wie damals die Ägypter in der Fremdsprache Griechisch, so konnten jahrhundertelang die Sachsen in ihrer Muttersprache nicht zwischen harten und weichen Konsonanten unterscheiden. Das gilt auch für Martin Luther. Er schrieb Gepot statt Gebot, Drompeten statt Trompeten und gepunden statt gebunden. Erst später lernten die Sachsen, solche Buchstaben richtig zu schreiben. Heute unterscheiden sie sich von anderen Deutschen nur noch durch die weiche Aussprache harter Konsonanten.

Thiede sieht einen Beweis für seine Behauptung in einer griechischen Inschrift am Tempel in Jerusalem aus dem ersten Jahrhundert, die Nichtjuden dessen Betreten bei Todesstrafe verbot. Dort steht in der Tat an einer Stelle ein T statt eines D.

Aber dieser Beweis ist kein Beweis. Das Wort am Tempel ist für die Hypothese des Papyrologen »völlig untauglich« (Rosenbaum). Denn es handelt sich nicht um eine Schreibschwäche wie bei den Ägyptern, sondern um eine von zwei gängigen Schreibweisen eines Wortes - so wie heute im Deutschen Telefon oder Telephon, Foto oder Photo geschrieben wird**.

Der fünfte Schritt: Thiede muß erklären, warum in »7Q5« drei Wörter fehlen (griechisch »epi ten gen«, deutsch »an das Land"). Dieser Begriff steht in jeder Handschrift des Evangeliums und in jeder Ausgabe des Neuen Testaments, wenn auch verschieden übersetzt.

Thiede konnte die Wörter in seiner Rekonstruktion des Markus-Textes nicht unterbringen, weil er dann eine Zeile länger geworden wäre als die anderen, und das hätte sich damals kein Schreiber erlaubt.

Wiederum ist es unwahrscheinlich, daß in einem einzigen Papyrus der Text des Evangeliums geändert wurde. Thiede glaubt, die Beweislast umkehren zu können: Wer behaupte, es fehlten in seinem rekonstruierten Text drei Wörter, der müsse das begründen, denn sie dürften da eigentlich gar nicht stehen.

Seine Erklärung: Zu der Zeit, aus der sein Fragment stamme, habe es neben dem See Genezareth auch eine Stadt und eine Landschaft gleichen Namens gegeben. Das habe damals jeder Leser gewußt. Später, um 70, seien die dortigen Siedlungen von den Römern zerstört, die Juden vertrieben worden. Seither gebe es nur noch den See Genezareth. Und »um eine Verwechslung zu vermeiden«, habe man »an das Land« eingefügt; nun heiße es: »an das Land Genezareth«.

Was war da zu verwechseln? Nichts. Die Verbindung von Land und Genezareth, auf die es Thiede hier ankommt, nennt sein Kritiker Stegemann eine »Fehlkonstruktion«.

In den beiden gebräuchlichsten deutschen Übersetzungen gibt es, korrekt dem griechischen Text folgend, diese Verbindung nicht, »Land« wird als »Ufer« verstanden: *___"Und als sie hinübergefahren waren ans Land, kamen ____sie nach Genezareth und legten an« (Luther). *___"Sie fuhren auf das Ufer zu, kamen nach Genezareth ____und legten dort an« (Einheitsübersetzung).

Thiedes Umkehrung der Beweislast ist gescheitert, aber unabhängig davon ist es möglich, wenn auch unwahrscheinlich, daß der Schreiber des Papyrus versehentlich drei Wörter ausgelassen hat. Dergleichen ist dann und wann passiert.

Bleiben die letzten Schritte sechs bis neun, bei denen es um einzelne Buchstaben geht.

Der Qumran-Experte Stegemann hat »7Q5« im Jerusalemer Rockefeller-Museum unter dem Mikroskop geprüft und kennt das Fragment ebenso gut wie Thiede. Aber er liest nicht weniger als vier der zehn lädierten Buchstaben anders als der Paderborner.

Was beim umstrittensten Buchstaben für den einen - Thiede - die Ruine eines N (Ny) ist, ist für den anderen - Stegemann - ein I (Iota) nebst dem Rest eines A (Alpha). Und so weit gehen Meinung und Gegenmeinung auch bei drei anderen schwer beschädigten, fast zerstörten oder sogar bis auf Punkte verschwundenen Buchstaben auseinander (siehe Grafik).

Im hannoverschen SPIEGEL-Büro diskutierten der Paderborner und der _(* Darstellung von Michele di Matteo da ) _(Bologna (15. Jahrhundert). )

Göttinger über die umstrittenen Buchstaben. Jeder war und blieb sich »zu 100 Prozent« sicher, daß er recht hat und nicht der andere.

Nur in einem einzigen Punkt schwächte Stegemann seine Gegenmeinung ab, als Thiede ihm ein Foto des Fragments zeigte, das die israelische Polizei mit einem Hochleistungsmikroskop gemacht hat.

Das Polizeifoto hat laut Thiede einen »völlig unzweideutigen Befund« gebracht, und zwar hinsichtlich des umstrittensten Buchstabens: Es sei der Rest eines Striches von wenigen Millimetern Länge sichtbar geworden, der im Original und auf normalen Fotos nicht erscheint.

Aber der englische Textforscher R. G. Jenkins nahm auf dem Polizeifoto »nur einen Schatten« wahr - für Thiede ein »Fall selektiver Legasthenie«.

Stegemann räumt zwar ein, daß es diesen Strich »tatsächlich gegeben haben mag, zum Beispiel als Lapsus des Schreibers«; aber er genüge nicht, um aus dem Buchstabenrest jenes N zu machen, das Thiede für seine Hypothese unbedingt braucht.

Neunmal hätte Thiede das Unwahrscheinliche beweisen oder zumindest mit einem Indiz oder einem Argument wahrscheinlich machen müssen. Wenn es ihm ein einziges Mal nicht gelungen ist - und sei es auch nur bei einem Buchstaben, dann ist seine Identifizierung hinfällig. Dann kann »7Q5« kein Stück aus dem Markus-Evangelium sein.

Und Thiede ist öfter als nur einmal gescheitert.

Rosenbaum bekräftigt seine Kritik an der Markus-These mit einem Beispiel, das er bislang nicht publik gemacht hat. Es scheint geeignet zu sein, Thiedes Behauptung vollends ad absurdum zu führen.

Der münstersche Forscher fand im griechischen Alten Testament eine Stelle, die ziemlich alle Buchstaben des »7Q5«-Fragments enthält. Es ist eine Passage aus dem ersten Buch der Chronik (Kapitel 8, 36-37).

Die Buchstaben und Buchstabenreste des Fragments »7Q5« passen im Griechischen zu diesem alttestamentarischen Text so gut oder so schlecht wie zu dem Markus-Text Thiedes. Denn es würden auch hier drei Wörter fehlen, und auch hier wäre ein Buchstabe falsch geschrieben.

Rosenbaum: »Würde ich mir die gleiche Freiheit nehmen wie Thiede, dann könnte ich seiner Behauptung ,7Q5 ist Markus 6, 52-53'' mit gleichem Recht die Behauptung entgegensetzen ,7Q5 ist 1. Chronik 8, 36-37''.«

Stegemann und Rosenbaum halten es für »völlig ausgeschlossen«, daß es sich bei dem Fragment aus der Höhle 7 um ein Markus-Stück handelt. Thiede ist umgekehrt »völlig sicher«, daß seine Identifizierung richtig ist.

Zu den wenigen, die auf seiner Seite stehen, gehört der spanische Mathematikprofessor Albert Dou (Universität Madrid).

Der Spanier hat seinen Computer mit so absurden Vorgaben rechnen lassen, daß die Zahlen als Lehrbeispiel für akademischen Unsinn geeignet sind.

Thiede ist offenbar anderer Ansicht. Er teilt das Ergebnis den Lesern seines Buches mit und wertet es als »weiteren Beitrag zur Bestätigung":

Die Wahrscheinlichkeit, daß es sich bei »7Q5« um Thiedes Markus-Text handelt, liegt laut Dou bei 900 Milliarden zu eins.

In Ziffern: bei 900 000 000 000 zu 1. *HINWEIS:

Im nächsten Heft »Bibelstellen haben Geschichte produziert« - Trend in den Evangelien: pro Römer, contra Juden - Kirche scheinheilig und schizophren? - Rudolf Augstein über Jesus und Paulus

Als Lehrbeispiel für akademischen Unsinn geeignet

[Grafiktext]

Textinterpretation zum Papyrus ''''7Q5''''

Fragment ''''7Q5'''' - Interpretationen von Thiede und Stegemann

[GrafiktextEnde]

** »Die älteste Evangelien-Handschrift? Ein Qumran-Fragment wirdentschlüsselt«. R. Brockhaus, Wuppertal.* Im hannoverschen SPIEGEL-Büro.** Das Wort, um das es geht: Dryphakton oder Tryphakton = Grenze,Schranke. Zur Zeit Jesu war die Schreibung mit T (wie am Tempel)ebenso üblich wie die andere mit D.* Alexander Maurer (Universität Göttingen) hat dieses Fragment,Hans-Udo Rosenbaum (Universität Münster) die deutsche Fassung des"7Q5«-Fragments hergestellt.* Darstellung von Michele di Matteo da Bologna (15. Jahrhundert).

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