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Lily Allen

aus DER SPIEGEL 39/2009

Lily Allen , 24, britische Popsängerin, wendet sich mit deutlichen Worten gegen Internet-Piraterie - und berühmte Kollegen. Die »Times« veröffentlichte einen zornigen Kommentar von Allen, in dem der Jungstar Musikgrößen wie Nick Mason von Pink Floyd und Ed O'Brien von Radiohead der Ignoranz und egozentrischen Arriviertheit bezichtigt. Mason, 65, O'Brien, 41, und andere Musiker hatten zuvor öffentlich erklärt, dass der (illegale) Musikdateientausch im Grunde kein Problem darstelle; auf diesem Wege könnte ja auch ein »neues Publikum« erobert werden, fanden die Herren, von denen einige länger im Musikgeschäft sind, als Allen auf der Welt ist. Die findet solche Bemerkungen völlig inakzeptabel; das sogenannte File-Sharing, bei dem weder Künstler noch Plattenfirmen einen Cent verdienen, sei für junge Künstler ein »Desaster«. Wenn es für große Künstler, die am »Ende ihrer Karriere« stehen, kein Problem sei, dann nur deshalb, weil sie vor »ausverkauften Stadien« spielen würden und »die größte Ferrari-Sammlung der Welt« ihr Eigen nennen können. Als Neueinsteiger habe man diesen Luxus nicht: »Du fängst nicht mit Ferraris an, du hast riesige Schulden.«

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