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GRÜNE Loch in der Parteikasse

aus DER SPIEGEL 41/2003

Offenbar leben die Grünen über ihre Verhältnisse: Der Etat in Höhe von 4,5 Millionen Euro für das Jahr 2003 ist schon jetzt um 300 000 Euro überzogen, wie Schatzmeister Dietmar Strehl bestätigt. Angesichts der prekären Finanzlage hat der Bundesvorstand der Partei in der vergangenen Woche eine Haushaltssperre mit sofortiger Wirkung verhängt. Als Folge des Defizits wird eine umfangreiche Werbebroschüre für die Bürgerversicherung nicht mehr gedruckt. Der sechsköpfige Bundesvorstand, darunter die beiden Parteivorsitzenden, verzichtet auf die Hälfte des Weihnachtsgelds - normalerweise erhalten die Funktionäre ein 13. Monatsgehalt in Höhe ihres Salärs der BAT-Vergütungsgruppe Ia. In der Parteizentrale müssen Uralt-Computer auf unbestimmte Zeit weiter genutzt werden. Ursache für das Loch in der Parteikasse seien unter anderem Ausgaben für einen unvorhergesehenen Sonderparteitag zur Agenda 2010. Eine Mitgliederkampagne war laut Strehl »unerwartet erfolgreich, aber auch teuer«.

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