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Lothar Späth

aus DER SPIEGEL 18/1996

mußte 1991 als Ministerpräsident Baden-Württembergs zurücktreten, weil er sich von befreundeten Unternehmern allzu großzügig aushalten ließ. Seitdem hat sich der einstige CDU-Politiker eine neue Karriere im Osten aufgebaut. Im Juni 1991 wurde er Vorstandsvorsitzender der Jenoptik, die aus dem früheren DDR-Kombinat Carl Zeiss Jena hervorgegangen war und derzeit noch dem Land Thüringen gehört. 3,6 Milliarden Mark Subventionen flossen in das Unternehmen, aus dem der neue Chef nun einen Technologie-Konzern schmieden will. So verkündete Späth vergangene Woche die Übernahme des Berliner Telekommunikationsherstellers Krone. Zur Rettung der Ostwirtschaft verficht Späth, 58, drastische Lohnkürzungen. Die Jenoptik kündigte deshalb die Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband.

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