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Ludwig Erhard

aus DER SPIEGEL 19/1965

Ludwig Erhard, 68, Bundeskanzler, wurde beim Sonntagnachmittagskaffee von Verwandten aufgefordert, künftig den 200 Meter langen Weg von seinem Bonner Amtssitz zum Erhard-Bungalow nicht mehr im Dienstwagen zurückzulegen, sondern zu Fuß zu gehen. Der Regierungschef, für dessen Fahrten durch den Garten des Palais Schaumburg Stahlplatten zur Schonung des Rasens verlegt worden waren, verteidigte sich mit der Erklärung, es sei ihm lästig, jedesmal den Mantel anzuziehen, wenn er vom Büro nach Hause wolle; im Wagen könne er auf den Paletot verzichten. Als die Kanzler-Verwandten auf ihrer Forderung beharrten, versprach Erhard, ihren Wunsch zu erfüllen.

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