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Briefe

Lukratives Geschäft
aus DER SPIEGEL 17/1995

Lukratives Geschäft

(Nr. 15/1995, Kitsch: Aids-Schnickschnack wird vermarktet)

Es ist ein Glück, daß Promis und Geschäftsleute die Marktnische Aids entdeckt haben. Wenn wir nämlich unseren moralinsauren Zeigefinger mal nicht in die Höhe, sondern in die ach so verwerflichen Bilanzbücher stecken, stellen wir vor allem eins fest: Das Geschäft ist äußerst lukrativ. Und das kommt letztendlich auch den Kranken zugute. *UNTERSCHRIFT: Sankt Augustin (Nrdrh.-Westf.) EVA MEFFERT

Meine Aids-Schleife trage ich seit Jahren aus Überzeugung und Empathie. Das hat mit Geldschneiderei oder mit kulleräugigen, frisch gewaschenen Babys nix zu tun. *UNTERSCHRIFT: Hamburg ANGELIKA BODE

Aids-Hilfen in Deutschland sind in der schwierigen Lage, entweder in dem Maße ihre Angebote und Leistungen zu verringern, in dem die Zuwendungen der öffentlichen Hand zusammengestrichen werden, oder sich die notwendigen Mittel durch Benefizaktionen, Spendensammlungen und Verkaufsaktivitäten zu beschaffen. Im Vertrieb von Produkten, die die rote Schleife tragen, vermögen wir nichts Verwerfliches zu erkennen. Die rote Schleife ist ein Band der Sympathie und der Solidarität mit den Betroffenen. *UNTERSCHRIFT: Berlin PETER ZECHEL Deutsche Aids-Hilfe

Wenn wir feststellen, daß der Staat die Aids-Hilfe-Projekte nicht ausreichend finanziert, ist das persönliche Engagement jedes einzelnen gefordert. Daher haben die rund 400 ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins big spender in den letzten Jahren zahlreiche Aktionen veranstaltet, wie Musicals, Galas und Walk for Life. Der Erfolg: über 600 000 Mark allein in Hamburg für Wohnungen HIV-Infizierter und für Sterbehospize aidserkrankter Menschen. *UNTERSCHRIFT: Hamburg R. WERNER HEINBRUCH

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