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Luo Huarong

aus DER SPIEGEL 6/2007

Luo Huarong , 42, Abgeordnete im Stadtparlament von Shanghai, setzt sich für eine sehr weitgehende Präventionspolitik ein, die beim Benehmen des Einzelnen ansetzt. China versucht schon seit längerem, das Auftreten seiner Bürger westlichen Standards anzupassen. Vor allem das weitverbreitete Spucken in der Öffentlichkeit wurde als Verhalten identifiziert, das in der internationalen Gemeinschaft nicht so gern gesehen wird. Die Einführung von hohen Strafgeldern im vorigen Jahr hatte keine wesentlichen Veränderungen im Verhalten gebracht. Vorvergangene Woche hat die Stadtregierung erklärt, dass 45 000 Taxis mit Spucksäckchen ausgestattet werden sollen - die Vorbereitungen auf die Expo 2010 in Shanghai laufen offenbar auf Hochtouren. Luo hat sich nun als Vorkämpferin für ein gerade eingebrachtes Gesetz, das Fluchen in der Öffentlichkeit unter Strafe stellen soll, hervorgetan: »Schmutzige Sprüche führen oft zu Schlägereien, manche davon gehen tödlich aus. Die Stadt braucht ein Gesetz, das den Aggressoren die Strafe vor Augen führt.«

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