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Briefe

Männliche Emanze
aus DER SPIEGEL 14/1981

Männliche Emanze

(Nr. 9/1981, Feminismus: SPIEGEL-Redakteurin Marion Schreiber über Frauenbewegung und Prostitution)

Die Münchner Emanzengruppe »Der Feminist«, die das Seminar »Prostitution als Beruf« veranstaltete, kenne ich nicht nur zufällig: Ich bin eines der männlichen Mitglieder dieser »Emanzengruppe«. Die »Emanzengruppe« heißt in Wahrheit: »Förderkreis zum Aufbau der Feministischen Partei« und das politische Organ »Der Feminist«.

Nicht nur über Prostitution urteilen wir anders, revolutionär ist für uns die Forderung »Lohn für Hausarbeit« und reaktionär das »Anschaffen« ganz gleich, ob vom Patriarchat betrieben.

Leider prostituieren sich auch Journalisten des SPIEGEL gegenüber dem Kapital S.14 und gegenüber dem Patriarchat (als gesellschaftliches System). Vorläufig letztes Beispiel: Marion Schreiber, die die Emanzengruppe »Der Feminist« mit »Feministinnen« gleichsetzt, die das »Anschaffen hoch erhobenen Hauptes« empfehlen.

München WOLFGANG OESCHGER Mitglied des »Förderkreises zum Aufbau der Feministischen Partei«

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