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Mäuse überrennen Mongolei

aus DER SPIEGEL 32/1990

In der Mongolei droht eine Hungersnot, verursacht durch eine verheerende Mäuseplage. Bis zu 40 Milliarden Exemplare der Feldmausart Microtus Brandti fressen in den Steppen östlich der Hauptstadt Ulan Bator die Gräser ab und gefährden in dem 400 000 Quadratkilometer großen Gebiet die Lebensgrundlage von Rindern, Ziegen und Schafen. Schon kommt es im ganzen Land zu Engpässen in der Milchversorgung. Der englische Geograph Nicholas Middleton, Dozent an der Universität Oxford: »Wo man in der Steppe auch hinfährt - überall wimmelt es nur so von Mäusen.« Deren explosionsartige Vermehrung wurde durch Pelztierjäger begünstigt, die den Bestand an Füchsen und Wölfen, die Hauptfeinde der Nager sind, stark dezimiert haben.

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