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»Man weiß nie, was kommt«

Eine »konzertierte Aktion, den Unternehmern die Lust an ihrer Tätigkeit zu nehmen«, beklagt die Düsseldorfer »Interfinanz GmbH & Co. KG.« in ihrem Geschäftsbericht 1971, Die zu den größten Maklerfirmen der Bundesrepublik für An- und Verkauf von Unternehmen und Beteiligungen zählende Gesellschaft gibt ihren Kunden »Zehn Regeln für Vermögensanleger« mit auf den Weg (Auszug):
aus DER SPIEGEL 3/1972

Grundstücksgeschäfte machen Sie am besten mit Firmen und mit reichen Mietern. Alle anderen werden so sehr »geschützt«, daß sich Wohnungsbau für und Wohnungs-Vermietung an kleine Leute nur noch für ganz Kundige lohnt ...

Schaffen Sie sich auf jeden Fall ein Réduit im Ausland. Man weiß nie, was kommt. Sozialistischen Regimes gelingt es immer besser, die veröffentlichte Meinung für sich zu gewinnen als die Freizügigkeit des Geldes zu bewahren ...

Schaffen Sie sich »unsichtbares« Vermögen Vermögen, an das der Fiskus nicht herankommt: Kunstgegenstände, Teppiche, Münzen usw. Das klassische Fluchtvermögen ist die Briefmarkensammlung ...

Schädigen Sie den Fiskus, wo Sie können; denn es gibt keine Regierung, die dem Sparer wirklich dafür dankt, daß sein Konsumverzicht überhaupt erst eine blühende Volkswirtschaft ermöglicht.

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