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Marcos Drang nach Unsterblichkeit

aus DER SPIEGEL 3/1989

Erst jetzt kam die philippinische Presse der wohl verrücktesten Facette des Größenwahns von Ex-Diktator Ferdinand Marcos auf die Spur: Der Gewaltherrscher hatte während seiner 20jährigen Amtszeit schrittweise die Grenzen der Provinz Kalinga-Apayao auf der Hauptinsel Luzon verändert, um sie dem Profil seines Kopfes anzugleichen. Der Blick sollte auf seine Heimatprovinz Ilocos Norte gerichtet sein. Marcos stürzte im Februar 1986, das Werk blieb unvollendet. Doch die charakteristische Haarlocke des Ex-Diktators zeichnet sich auf der Landkarte deutlich ab. »Marcos sagte oft, daß er dazu ausersehen sei, dem Land seinen Stempel aufzudrücken«, kommentierte »The Daily Globe« aus Manila, »aber wir glaubten niemals, daß er es wörtlich meinte.«

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