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LIBANON-EINSATZ Marine soll bleiben

aus DER SPIEGEL 16/2007

Länger als bisher geplant soll die deutsche Marine den Uno-Flottenverband (Unifil) vor der libanesischen Küste anführen, der den Waffenschmuggel an die Hisbollah-Miliz unterbinden soll. Von einem Besuch in Ankara brachte Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) im März zwar das Angebot der Türkei mit, im Sommer die Leitung der Flottille zu übernehmen. In Beirut und Jerusalem stößt die Offerte aber auf Vorbehalte, wie Kanzlerin Angela Merkel bei ihrer jüngsten Nahostreise erfuhr. Israel und Libanon wünschen vielmehr, dass die Deutschen das Kommando behalten. Formal hat darüber die Uno zu entscheiden. Dass Merkel dem Wunsch der Uno und der beiden Staaten nachkommen wird, gilt in Berlin aber als sicher - zumal Griechenland die Pläne der Türkei wegen des Zypern-Streits strikt ablehnt. In dem Unifil-Verband, dem Einheiten aus sieben Ländern angehören, fahren derzeit zwei deutsche Fregatten, ein Versorgungsschiff und vier Schnellboote Streife. Die S-Boote dürften im Sommer heimkehren, weil der Libanon nun einige Küstenwachboote aus den Vereinigten Arabischen Emiraten erhält. Das Bundestagsmandat für die Mission läuft Ende August aus - und soll dann um ein Jahr verlängert werden.

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