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Briefe

Mark und Pfennig
aus DER SPIEGEL 48/1973

Mark und Pfennig

(Nr. 45/1973, Studenten)

Jeder Lehrling dieser Republik bekommt Stipendium, das ist laut Duden »Geldbeihilfe« für eine Ausbildung. Auseinandersetzungen über Unterschiede zwischen Arbeiter- und Akademiker-Anwärtern in bezug auf zu leistende Arbeit sind emotional. Gleiche Behandlung beider ist grundsätzlich! Von »Vorteil« der Studenten zu sprechen, ist Zynismus: Wer aus geldlichen Erwägungen studiert, hat einen Vogel und die gesammelten Nachteile dazu!

Fürth (Bayern) FRANK WIELAND

cand. phil.

Der Ausbildungsförderungssatz von maximal 420 Mark für Studenten ist ja schon traurig genug in seiner »Höhe« aber der meines Erachtens tollste Clou steht in § 23, 1, 1c des BAFöG; danach müssen nämlich Nebenverdienste, die 125 Mark monatlich überschreiten, auf die Förderung angerechnet werden. Das heißt also, daß Studenten für das geringe Einkommen ihrer Eltern (die ihnen zum großen Teil nicht finanziell unter die Arme greifen können, obwohl sie die gesetzmäßige Auflage dazu haben) bestraft werden.

Aachen FRANZ PETER SCHMITZ

Wie kann die durchschnittliche Miete von einer Studentenbude 130 Mark betragen? Ich wohne in einem Studentenheim (5 km von der Uni entfernt) vom Studentenwerk und soll 136,50 Mark bezahlen für 10,5 qm, ab Januar sogar 150 Mark. Dabei wird immer noch gesagt. daß Wohnheimstudenten wegen der geringeren Mieten gegenüber dem freien Wohnungsmarkt sowieso privilegiert seien. Der errechnete BAFöG-Höchstsatz für Mieten liegt aber nur bei 120 Mark.

Efferen (Nrdrh.-Westf.)

GERTRAUd NEUMANN

In der Postauflage dieser SPIEGEL-Ausgabe ist eine Postkarte der Sanyo-Elektronik Rechner Deutschland GmbH, 8 München 22. Widenmayerstraße 25, beigeklebt.

Die Redaktion des SPIEGEL behält sich vor, Leserbriefe gekürzt zu veröffentlichen

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