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Markus Söder,

aus DER SPIEGEL 6/1996

29, Landesvorsitzender der Jungen Union (JU) in Bayern, ließ Erinnerungen an unselige Zeiten in Berlin ("Rotfront verrecke!") aufkommen. Der Jungpolitiker hatte vergangenen Mittwoch zusammen mit dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden der JU Georg Fahrenschon vor dem Karl-Liebknecht-Haus, der Berliner PDS-Zentrale, Plakate aufgestellt. Söder: »Am Karl-Liebknecht-Haus der SED-Nachfolgepartei zeigte die bayerische JU Flagge.« Zu sehen war unter der Plakatüberschrift »Die rote Kolonne marschiert wieder« die bayerische SPD-Dame Renate Schmidt in einer Reihe mit Karl Marx, Erich Honecker, Gregor Gysi und Oskar Lafontaine. Die ursprüngliche Fassung mit Stalin (statt Marx) hatte Söder nach der Drohung der SPD-Politikerin mit gerichtlichen Schritten kleinlaut kassiert. Nach »der Änderung des Plakats erwartet die JU«, so der bayerische Parteijugendliche, »von Frau Schmidt eine Entschuldigung«. Für was? Für »den Vorwurf, das Plakat zeige Nazi-Qualität«.

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