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Briefe

Mehr als bisher, Impressum
aus DER SPIEGEL 37/1977

Mehr als bisher, Impressum

(Nr. 35/1 977, Kulturpolitik)

Für die Pflege kultureller Beziehungen zum Ausland durch das Auswärtige Amt stehen in diesem Jahr ausweislich des Haushaltsplans 502,73 Millionen Mark zur Verfügung. Das sind gegenüber 1976, als 449 Millionen Mark angesetzt waren, nicht drei Prozent weniger, wie Sie behaupten, sondern immerhin knapp zwölf Prozent mehr. Weil der personalintensive Schulfonds und die stark gestiegenen Bauausgaben für Schulen und Kulturinstitute davon nur gerade fünfeinhalb Millionen Mark Zuwachs für den Kulturfonds übriglassen, ist hier das Geld besonders knapp. Zudem war schon im Vorjahr die Steigerung gering. Das ist das Problem. Es trifft die Zweigstellen des Goethe-Instituts in aller Welt besonders hart, weil auch dort die explosiv gestiegenen Personalkosten fast alle Programmittel auffressen. Bis jetzt ist noch keine Zweigstelle geschlossen worden, ohne daß eine vernünftige Ersatzlösung gefunden wurde. Im Gegenteil: Wir planen neue Institute in Singapur, Dakar, Chikago, Atlanta. Finanzminister und Haushaltsausschüsse können nur geben, was sie haben. Minister Genscher wird von beiden fordern, was die auswärtige Kulturpolitik braucht, nämlich erheblich mehr als bisher.

Die Mär von den »konservativen« Diplomaten, die den »progressiven

Goethe-Leuten das schöne Geld neiden und es lieber selbst ausgeben, wird durch Wiederholung nicht wahrer. Bonn DR. HILDEGARD HAMM-BRÜCHER

Staatsminister im Auswärtigen Amt

Der Gesamtauflage dieser SPIEGEL-Ausgabe ist eine Postkarte der Firma AMERICAN EXPRESS COMPANY, Frankfurt. beigeklebt.

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