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Atomkraft Mehr Leukämie um Krümmel

aus DER SPIEGEL 5/1995

In der Umgebung des Kernkraftwerkes Krümmel südöstlich von Hamburg hat es entgegen bisheriger Annahmen seit Ende der achtziger Jahre einen drastischen Anstieg der Leukämieerkrankungen nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen gegeben. Nach einer im Herbst 1994 vorgelegten Untersuchung, die sich auf einen Zeitraum von zehn Jahren (1984 bis 1993) bezog, war lediglich ein leichter Anstieg bei Erwachsenen beobachtet worden. Eine neue Expertise des Bremer Wissenschaftlers Eberhard Greiser enthüllt jetzt: Zwischen 1989 und 1993 gab es allein in der Elbmarsch auf der niedersächsischen Seite gegenüber Krümmel mit zwölf Erwachsenen doppelt so viele Blutkrebskranke wie normal gewesen wäre. Sechs Jahre zuvor, im Jahr 1983, war das Kraftwerk Krümmel ans Netz gegangen. Professor Greiser: »Die Latenzzeit für Leukämien beträgt etwa fünf Jahre.«

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