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Briefe

»Menschen«
aus DER SPIEGEL 29/1949

»Menschen«

In Nr. 26 fühlt sich ein Herr Marbod von Kalm bemüßigt, eine Lanze für die »Tausendfach bewährte Schule« unserer Unteroffiziere und Feldwebel zu brechen ... Wer von Haus aus ein anständiger Kerl war, wurde meist auch ein anständiger Soldat. Das war aber in keinem Fall das Verdienst dieser Erziehung. Im Gegenteil: trotz dieser Erziehung blieb der Anständige so wie er war.

Hannover

PETER PETRAN

Es ist unbestritten, daß wir gehörig geschunden wurden, und zwar von ausgesprochenen Lümmels zwischen 17 bis 20 Jahren, die unsere Söhne hätten sein können.

München 2

KARL DIEKOW

Hoffentlich werden wir nicht nochmals gezwungen, solchen »Menschen« unterstellt zu werden.

Wuppertal-Barmen

H. GÜNTER STRACKE

Ich kann nur mit Grausen an meine Soldatenzeit und an die Herren Unteroffiziere und Feldwebel denken, die sich ein höllisches Vergnügen daraus machten, die »ersten Menschen« zu zackigen Soldaten zu formen.

Hannover

HEINZ-ERICH FIEDLER

Die Uffz. & Co. sollten froh sein, daß sie - entgegen ihrer eigenen Handhabung - heute nur belächelt werden!

Hamburg 13

M. G. MATZIUS

Ich kann den Ausführungen des Herrn Marbod von Kalm nur voll und ganz zustimmen ... Der deutsche Unteroffizier in seiner Gesamtheit war vorbildlich ... Ist es für Tausende von Frauen und Müttern gefallener oder vermißter Unteroffiziere und Feldwebel nicht geradezu beleidigend, wenn ihre Männer und Söhne in bewußter Verdrehung der Tatsachen mit Dreck beworfen werden?

Grasleben

OTTO LIPS

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