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Michel Redolfi,

aus DER SPIEGEL 24/1994

43, französischer Komponist, verhilft Wasser- und Musikfreunden zu neuen Genüssen. Der Künstler hat eine Reihe von Werken komponiert, die unter Wasser aufgeführt und auch dort vernommen werden können. Das Publikum empfängt die eigenartig sphärisch-widerhallenden Tonmalereien mit dem ganzen Körper, eher fühlend als hörend. Erzeugt werden die Tongebilde mit eigens konstruierten Perkussionsinstrumenten, die Redolfi, der auch Leiter des Internationalen Musikforschungszentrums in Nizza ist, »Vibraphone« nennt. Selbst eine Unterwasseroper hat der Meister im Repertoire: »Crysallis«, eine »Ode an das stille Wasser«, kam Anfang des Jahres in Grenoble zur Aufführung, 66 Minuten lang, in einem auf 33 Grad Wassertemperatur aufgeheizten Schwimmbecken. Wem das immer noch zu kalt ist, der kann Redolfis Tonschöpfungen per CD lauschen - an Land.

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