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RÜSTUNGSEXPORTE Milde für Saddams Lieferanten

aus DER SPIEGEL 52/2002

Die massive Aufrüstung des irakischen Diktators Saddam Hussein durch deutsche Exporteure hat nur in etwa jedem dritten Fall juristische Konsequenzen gehabt. Nach einer Statistik des Kölner Zollkriminalamts wurde wegen Zulieferungen für die irakische Rüstungsindustrie gegen insgesamt 137 Geschäftsleute aus 50 deutschen Firmen ermittelt. Bei 85 Verdächtigten wurde das Verfahren eingestellt, gerade mal 16 mussten Haftstrafen antreten. Die addieren sich zusammen auf 32 Jahre und acht Monate. Weitere 14 von Saddams Lieferanten kamen mit Bewährungsstrafen davon.

In vielen Fällen hatten die Iraker selbst der Uno schon in den neunziger Jahren die Namen der Firmen mitgeteilt, von denen sie vor allem bei ihrem Atom- und Chemiewaffenprogramm sowie der Konstruktion von Raketen unterstützt worden waren.

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