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Briefe

Mindestmaß an Fairness
aus DER SPIEGEL 14/1995

Mindestmaß an Fairness

(Nr. 11/1995, Zeitungen: NRW-Verfassungsschutz observiert die Junge Freiheit)

Auf die Gefahr hin, wie in solchen Fällen üblich, mich selbst verdächtig zu machen, möchte ich mein Mißfallen darüber zum Ausdruck bringen, wie Sie über die Angelegenheit berichten. Die Junge Freiheit ist zweifellos eine rechte Zeitung, deren vorherrschende politische Linie ich entschieden ablehne. Aber man sollte auch einer solchen Publikation gegenüber ein Mindestmaß an Fairness aufbringen, ohne daß jede Rationalität zugrunde geht, zumal wir uns daran gewöhnen werden müssen, daß das politische Spektrum nach rechts über Kohl und Kinkel (wie auch nach links über Lafontaine und Fischer) hinausreicht, ob das gefällt oder nicht. Man kann und muß sich mit dem autoritären Neokonservatismus vieler Autoren der Jungen Freiheit - von mir aus mit Schärfe - auseinandersetzen. Doch man sollte diese Auseinandersetzung auf diejenigen Positionen beschränken, die dort tatsächlich vertreten werden. Sie sind kritikwürdig genug. *UNTERSCHRIFT: Hagen PROF. PETER BRANDT

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