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»MIR WAR, ALS HÄTTE ICH DIE KUGEL IM KOPF«

Gute Wünsche ("Wir freuen uns wahnsinnig, daß Sie das Scheißattentat überstanden haben") wie Beschimpfungen ("Eingeschleustes Agentenschwein") enthalten die rund 3000 Briefe, die der SDS-Ideologe Rudi Dutschke nach dem auf ihn verübten Attentat im Berliner Westend-Krankenhaus bekam. Post traf ein von Ministern und Hausfrauen, von Kommunisten und Quartanern, aus der Bundesrepublik und der DDR, aus den USA und aus der Libyschen Wüste. Auch Geschenke waren dabei: Strampelhosen für den Sohn Hosea Che und Leninbilder für den Vater. Die Briefe sollen demnächst, mit einem Vorwort von Rudi Dutschke und herausgegeben von Stefan Reisner, in der »Edition Voltaire« des Heinrich-Heine-Verlages, Frankfurt, erscheinen. Der SPIEGEL veröffentlicht Auszüge.
aus DER SPIEGEL 25/1968
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