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Mißliebiger Kandidat

aus DER SPIEGEL 36/1977

Die größten Chancen, an Stelle des von der SPD-Führung geschaßten Klaus-Uwe Benneter Juso-Vorsitzender zu werden, hat der 34jährige Hannoveraner Rechtsanwalt Gerhard Schröder. Der Anti-Revisionist Schröder gilt als aussichtsreichster Kandidat, weil wieder kein Vertreter der beiden großen Juso-Gruppierungen -- Stamokaps und Reformisten -- allein für sich die Mehrheit erhalten kann. Mit der Wahl des Hannoveraners würde bei dem für Oktober in Düsseldorf geplanten außerordentlichen Juso-Kongreß die von der SPD-Führung mit Mißfallen betrachtete Linie fortgeschrieben werden. Schröder tritt für die Vergesellschaftung aller wichtigen Wirtschaftszweige ein, sieht auch etwa beim Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit »Auseinandersetzungen mit dem wirtschaftspolitischen Kurs der SPD«, will jedoch für eine reibungslosere Zusammenarbeit mit der Partei und eine praxisnähere Verbandspolitik sorgen.

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