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Mit Stahlhelm und Gewehr

aus DER SPIEGEL 44/1965

Mit Stahlhelm und Gewehr

beteiligten sich ein Offizier und 30 Soldaten des Pionier-Lehrregiments München an einem Gedenkgottesdienst in der Münchner Theatinerkirche, der vom Militärorden der bayrischen Max-Joseph-Ritter anläßlich seines 159. Stiftungsfestes abgehalten wurde. Der kriegerische Aufzug der Ehrenformation bei der Messe war von Regimentskommandeur Oberst Schott aufgrund der Standort-Dienstvorschrift angeordnet worden, wonach ein Ehrenzug immer mit Stahlhelm und Gewehr aufzutreten hat. Ein Aufenthalt in der Kirche ist in der Dienstvorschrift nicht vorgesehen. Der Inspekteur des Heeres, de Maiziäre, will nach diesem Vorfall die Kommandeure des Heeres darauf hinweisen, daß Soldaten in der Kirche kein Gewehr und keinen Stahlhelm tragen sollten. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums: »Der Münchner Entschluß war sicher ein unglücklicher Entschluß.«

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